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Wie Rumänien Gasroulette spielt

Verfasst: Mo 2. Feb 2026, 10:56
von Klaus
"Rumänien war im vergangenen Jahr gezwungen, 70 % seines Gasbedarfs zu importieren (Nationales Statistikinstitut, Januar 2026). Energieminister Bogdan Ivan behauptet jedoch, sein Land sei „der größte Erdgasproduzent Europas“.

Das Gasfeld Neptun Deep im Schwarzen Meer könnte die Situation verändern, obwohl die Förderstrategie noch nicht endgültig feststeht: Sollte die Produktion 2027 tatsächlich anlaufen, muss das geförderte Gas sofort gespeichert und verkauft werden. Daher ist ein klarer Zukunftsplan unerlässlich. 2018 erklärte der damalige Ministerpräsident Viktor Orbán in Budapest, Ungarn werde die Hälfte seines Gasbedarfs aus Rumänien importieren. Sein Stellvertreter, der Chef des staatlichen Gaskonzerns, Kristof Terhes, spottete daraufhin: „Ihr habt keine Petrochemie, Rumänien kann dieses ganze Gas gar nicht verbrauchen. Was macht ihr damit, ein großes Feuer?“ Tatsächlich verbraucht Rumänien jährlich rund 10 Milliarden Kubikmeter Gas, und Berechnungen zufolge werden aus Neptun Deep insgesamt 100 Milliarden Kubikmeter Erdgas gefördert. Bislang haben neben Ungarn auch Deutschland und Österreich Interesse bekundet."

https://www-dw-com.translate.goog/ro/an ... r_pto=wapp

Orignal: https://www.dw.com/ro/analiz%C4%83-cum- ... a-75760094

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Re: Wie Rumänien Gasroulette spielt

Verfasst: Mo 2. Feb 2026, 21:21
von Olli
Aus dem Beitrag entnehme ich, dass da rund 100 Milliarden Kubikmeter Gas förderbar sind, wobei Rumänien jährlich 10 Milliarden selber verbraucht...
Das würde ja bedeuten, dass Rumänien für 10 Jahre Gasautark leben könnte...
hmmmm....

Re: Wie Rumänien Gasroulette spielt

Verfasst: Di 3. Feb 2026, 11:00
von Sebastian
Nur dass die möglichen Schäden auf das Ökosysthem im schwarzen Meer gewaltig sein könnten, und dies wurde immer wieder etwa von Greenpeace beanstandet. Die zuständigen Behörden stellen sich taub und tricksen herum, damit man sie nicht hindern kann, ohne vernünftige Umweltauflagen zu arbeiten. Ohnehin werden in den letzten Jahren in Rumänien ONG´s mit allen denkbaren Mitteln verfolgt, da sie die Geschäftemachereien der Politiker und derer Familien / Günstlinge in Gefahr bringen könnten mit ihren Untersuchungen. Egal ob es dabei um den Lebensraum Meer, die Erhaltung oder Zerstörung von intakten Gebirgsbächen, um Wälder und deren Lebensraum /versus Spanplatten , um Kleinst - Kernkraftwerke, etc.etc. geht. So eben auch bei Neptun Deep.

Sebastian